Frau hört über ihren Ohrhörer

Kann Musik uns bei persönlicher Entwicklung unterstützen?

Wer hört nicht gerne gute Musik? Ob zuhause oder unterwegs, Musik ist fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wir halten die Musik in unserem Leben so für selbstverständlich, dass wir selten darüber nachdenken, wie sie unsere Stimmung oder unsere Tätigkeiten beeinflusst. Doch Musik dient nicht nur der Unterhaltung, sie kann auch auf unterschiedlicher Weise auf unsere Stimmung und sogar unsere Performance einwirken.

Doch was genau passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir Musik hören? Zunächst wird der mechanische Reiz, der in das Ohr gelangt, in ein neuronales Signal umgewandelt. Durch dieses Signal werden verschiedene Bereiche im Gehirn aktiviert. Unter anderem das limbische System, welches für unsere Gefühle zuständig ist sowie das vegetative Nervensystem, das unsere Atemfrequenz und unsren Herzschlag beeinflusst. Ausserdem werden je nach Musikart verschiedene Hormone aktiviert. Hören wir zum Beispiel schnelle, aggressive Musik wird Adrenalin ausgeschüttet.

 Musikgeschmack sowie die Wirkung von Musik sind individuell, aber dennoch bestätigen zahlreiche Studien die positive Wirkung bestimmter Musikrichtungen auf unsere Psyche: Musik kann zum Beispiel dabei helfen die Konzentration zu erhöhen, zu entspannen oder sogar dazu beitragen kreativer sein.


Durch die richtigen Klänge zu mehr Achtsamkeit & Gesundheit

Mehrere Studien konnten beweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen Musik hören und unserer Gesundheit gibt. So kann man durch beruhigende Klänge den Blutdruck und die Atemfrequenz sowie die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol senken. Dadurch wird Entspannung gefördert und es können sogar Ängste reduziert werden. Besonders Instrumentalmusik oder auch Naturgeräusche zeigen in diesem Zusammenhang große Effekte. Aber auch das Tempo kann entscheidend sein. Es soll idealerweise im Bereich zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegen – in etwa unserem Herzschlag entsprechend – und der Rhythmus möglichst konstant sein, also keine großen Tempoänderungen haben.

Die entspannende Wirkung von Musik wird in der Meditation und bei Massagen eingesetzt, aber es muss nicht immer spezielle Entspannungsmusik gehört werden, um sich vom stressigen Alltag zu erholen. Musik, die uns einfach gut gefällt, kann auch manchmal eine große Wirkung haben und uns helfen, einfach mal abzuschalten und den Stress für eine bestimmte Zeit zu vergessen. So kann man zum Beispiel auch das Schlafverhalten positiv durch Musik beeinflussen oder auch Musik zur Motivation nutzen, um sich sportlich zu betätigen. Musik kann auf verschiedenste Weise unsere Gesundheit unterstützen.

 Musik unterstützt kreative Denkprozesse

 Wissenschaftler aus Australien und den Niederlanden haben speziell die Wirkung von klassischer Musik auf das kreative Denken untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass fröhliche Musik die Entwicklung kreativer Ideen und ungewöhnlicher Lösungsvorschläge begünstigt. Probanden, denen fröhliche Musik vorgespielt wurde, waren deutlich besser darin, originelle und ungewöhnliche Ideen zu entwickeln als diejenigen, die keine Musik gehört hatten.

Weitere Studien belegen, dass die Art der Musik egal ist, solange sie einen bestimmten Rhythmus aufweist. Vor allem 50 oder 80 Beats pro Minute seien kreativitätsfördernd.

Produktivität steigern mit der richtigen Playlist

Musik hilft nicht nur dabei, sich von störenden Nebengeräuschen abzulenken, sondern fördert zugleich unseren Fokus und dadurch die Produktivität. Instrumentalmusik mit einem langsamen Takt und ruhigen Tönen hat zum Beispiel laut Studien einen positiven Einfluss auf unsere Konzentration.

 Es wurde zudem herausgefunden, dass Musik die Aktivität des Gedächtnis steigern kann. So wird mittlerweile empfohlen beim Lernen Musik zu hören. 

Musik sollte außerdem positive Emotionen wecken, um förderlich für die Konzentration zu sein.

Damit wir das Hören von Musik aber wirklich zu unserem Vorteil nützen können, gibt es noch einige weitere Punkte zu beachten: 

  • Songs zur Steigerung der Produktivität sollten möglichst wenig Gesang beinhalten. Texte und Stimmen lenken häufig zu stark ab
  • Auch zu schnelle Lieder können ablenken, während zu langsame Lieder einen zu sehr zur Ruhe kommen lassen, um produktiv zu arbeiten
  • Besonders gut eignen sich zum Beispiel folgende Musikstile: Ambient, New Age, Chill-Out, Down-Tempo, Low Fidelity HipHop, klassische Musik, Instrumental und auch spezielle Entspannungsmusik (z. B. Naturgeräusche).
  • Die Musik sollte nicht zu laut sein. Sie sollte gerade so die Geräusche um einen herum verdecken, ohne dabei selbst zu ablenkend zu sein.
  • Zwischendurch sollte man den Ohren immer mal wieder eine Pause gönnen. Auch die Stille kann anregend sein 

Musik lässt sich also tatsächlich vielseitig zur persönlicheren Entwicklung. Du möchtest es ausprobieren? Hör doch mal bei uns auf Spotify in unsere drei Playlists für mehr Achtsamkeit & Gesundheit, Produktivität & Konzentration sowie Kreativität rein.

Egal ob ihr euch für unsere oder eine eigene Playlist entscheidet: Versuch diese wirklich über einen gewissen Zeitraum für die entsprechende Aktivität zu nutzen. Wenn Du immer eine bestimmte Playlist wählst, wird das Gehirn diese irgendwann mit dem körperlichen Zustand (konzentriert, kreativ, entspannt) verbinden und Dich schon beim ersten Ton in diesen Zustand versetzen.

Du willst noch mehr für Deine persönliche Entwicklung tun? Dann lade unsere 21done App herunter, dort findest Du neben auditivem Content auch noch viele weitere Formate, die Dir bei der Weiterentwicklung helfen.

Posted by Franziska Krauskopf

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