Mann, der seine Arme weit öffnet

Du wirst, was du wiederholst – Gewohnheiten als Schlüssel zum Erfolg

"Motivation ist das, was dich beginnen - eine Gewohnheit ist das, was dich weitermachen lässt.” – Jim Ryun

Menschen haben Emotionen – positive wie negative. Aufgrund ihrer Fähigkeit zur (zeitlichen) Abstraktion, antizipieren Menschen zudem positive und negative Emotionen in der Zukunft. Träume und Ziele haben eine Verbesserung dieser emotionalen Zustände in der Zukunft im Sinn. Sie sind die Kraft, die uns täglich antreibt und Handlungen durchführen lässt. Für jemanden, der positiv denkt, gilt auf der Zielebene: The sky is the limit - alles ist möglich! Bloß wie komme ich da hin? Was ist der Weg bzw. die Methode? Redewendungen wie „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, „Aller Anfang ist schwer“ oder „Von nichts kommt nichts“ deuten es an: man sollte das Erreichen hehrer Ziele „nicht auf die leichte Schulter nehmen“.

Wer größere Ziele erreichen und Erfolg haben möchte, stellt sich am besten einen Athleten vor, der sich die Goldmedaille bei Olympia zum Ziel gesetzt hat. Um diese zu erreichen, wird er täglich gleiche Abläufe trainieren, was Durchhaltevermögen und einen starken Willen erfordert. Um in seiner Disziplin der Beste zu sein, wird er sich voll auf diese konzentrieren müssen (nur ganz wenigen – darunter Ole Einar Björndalen und Michael Phelps – gelang es, in mehreren Disziplinen der Beste zu sein). Das Ganze gelingt aber nur, wenn der Athlet die Belohnung z.B. in Form des starken Hochgefühls im Fall der Zielerreichung im Vorfeld antizipieren bzw. visualisieren kann. Jim Ryun, von dem das Zitat zu Beginn dieses Artikels stammt, war übrigens Olympionike.

Es sind also gleich ein paar Dinge bzw. Prinzipien zu berücksichtigen, um Erfolg zu haben. Die Prinzipien, die wir gleich vorstellen, basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und kommen alle in einem Konzept zur Geltung: Gewohnheiten.

Gewohnheiten sind mächtig, weil sie häufig angewendet werden, nach einer Weile in Fleisch und Blut übergehen und automatisch ablaufen. Das Unterbewusstsein reproduziert dann routinemäßig gewünschte Verhaltensweisen und damit Ergebnisse. Bewusst geplant stellen Gewohnheiten das "stabile Gute" dar und sind der wahre Hebel für mehr Glück und Erfolg. Es ist gerade nicht das stete Streben nach „mehr“, was dich glücklich machen lässt, sondern das Erlernen und dann die Verstetigung der für dich gewünschten Verhaltensmuster. Zumal das „Abrufen“ einer Gewohnheit einem Flow gleichkommt, der Sorgen und Ängste ausschließt.

Grund genug, sich näher anzuschauen, wie neue Gewohnheiten entwickelt werden können. Gewohnheiten vereinen die im folgenden beschriebenen Erfolgsprinzipien. Anders formuliert: Wenn diese Prinzipien beherzigt und angewendet werden, stellen sich Gewohnheiten ein, welche die langfristig wirksamste Methode zur Erreichung persönlicher Ziele und mehr Sinn im Leben darstellen.

  1. Fokus

„Sonnenstrahlen brennen erst, wenn sie fokussiert werden“ (A. Bell). In Zeiten von Social Media und unzähligen Optionen, ist die Fokussierung auf das Wesentliche von entscheidender Bedeutung, um Bestleistungen in einer Disziplin zu erzielen und zufrieden zu sein. Alles andere kann ausgeblendet bzw. muss „geopfert“ werden. Wenn jemand beruflich erfüllter sein möchte, kann es sinnvoll sein, sich für eine Zeit lang voll auf den Beruf zu konzentrieren, um Erfahrung und Expertise, die vieles einfacher und angenehmer machen, zu steigern. Andere weniger sinnstiftende Aktivitäten wie z.B. Fashion-Shopping können geopfert werden.

  1. Wille

Der Wille, ein Ziel zu erreichen, ermöglicht uns eine Fokussierung und das Opfern alternativer Optionen. Er ist unsere zentrale Antriebskraft. Je mehr Sinn wir in einer Sache sehen, umso größer ist der Wille. Wer z.B. großen Sinn darin sieht, minimalistischer zu leben (weil es den Geldbeutel und die Umwelt schont sowie das Leben vereinfacht), wird einen größeren Willen aufbringen können, um Konsumversuchungen des Alltags zu wiederstehen.

  1. Wiederholungen

Du wirst was du wiederholst. Deine Neuronen sind definitiv erziehbar. Je mehr du von einer Sache machst, umso einfacher kannst du gleiche und ähnliche Tätigkeiten später ausführen. Wiederholungen wirken nicht sofort, aber sie potenzieren sich über die Zeit. Als grobe Richtlinie legen Studien nahe, dass es 21 Wiederholungen bedarf, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Dies variiert von Person zu Person sowie der Taktung der Wiederholungen. Entscheidend ist, dass man dranbleibt!

  1. Einfacher Prozess

Um neue Gewohnheiten zu bilden, müssen wir in der Lage sein, Neues zu lernen. Insbesondere die ersten Schritte sollten nicht zu schwer sein, damit „der Stein ins Rollen kommt“ und die Motivation nicht schwindet. Wenn ich z.B. das Ziel habe, gesünder zu leben, kann ich damit anfangen, 21 Tage lang 2 Liter Wasser zu trinken, indem ich eine wiederauffüllbare Flasche Wasser gut sichtbar auf meinen Arbeitsplatz stelle (siehe auch den nächsten Abschnitt "Reize"). Herausforderndere Gewohnheiten, die das gleiche Ziel fördern, - wie z.B. gesund kochen - können dann später ergänzt werden, wenn der erste Erfolg erzielt wurde.

  1. Reize

Für eine Verhaltensänderung müssen wir zunächst einen Reiz hierzu verspüren – damit wir anfangen und damit wir dranbleiben. Externe Impulse und Erinnerungen sind hierfür äußerst wichtig. Ein Coach bzw. Experte kann gerade zu Beginn eines Lernprozesses wertvollen Input geben, bevor du allein weitermachst. Um die Verbindlichkeit zu erhöhen, kann auch ein Freund in deinen Lernprozess integriert werden. Eine Fitness-Gewohnheit kann man auch gemeinsam entwickeln.

  1. Belohnungen

Spätestens seit dem Pawlowschen Hund wissen wir, dass Belohnungen Verhalten verstärken. Belohnungen können sein: Gutes Essen, schöner Ausflug etc. Die konkrete Belohnung muss im Kontext individueller Vorlieben definiert werden und ist flexibel. Man kann die Belohnung aber auch thematisch passend wählen. Wenn es das Ziel war, humorvoller zu werden und ich habe hierfür 21 Tage lang täglich eine Humortechnik angewendet (mehr zu diesem Thema in einem späteren Blog-Artikel von uns) kann ich mich mit dem Besuch einer Stand-up Comedy Veranstaltung belohnen.

 

Nun da du die Power und Prinzipien von Gewohnheiten kennengerlernt hast, überlege doch einmal, in welchem Bereich du eine oder mehrere neue Gewohnheiten entwickeln möchtest. Für neue sinnstiftende Gewohnheiten in den Bereichen Nachhaltigkeiten, Achtsamkeit, Gesundheit, berufliche Erfüllung oder Kreativität, lade dir die 21done App herunter, wo persönliche Entwicklung zur Gewohnheit gemacht wird.

Schon John D. Rockefeller sagte: „Ziele ohne Gewohnheiten sind bloß Wünsche. Gewohnheiten ohne Ziele sind ohne Zweck.“ Na dann, los!

 

Posted by Thomas Suwelack

CEO & Gründer von 21done

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